Kommunalpolitiker

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News zu kommunalen Themen

Fertilität DeutschlandWeniger, bunter und ungleicher – Ein Überblick zu den demografischen Entwicklungen in der Bundesrepublik. mehr


Fenske Jürgen VDV 72dpiEine Kernaufgabe der Kommunen – Der ÖPNV in Deutschland steht vor einem erheblichen Finanzierungsvorbehalt. Um den Investitionsstau abzubauen, braucht es schnellstens Klarheit zu den Fördermechanismen. mehr


DSC02545 72dpiVorsprung durch Vertrauen – Zweites Roundtable-Gespräch zu den Implikationen der Digitalisierung für die Erbringung von Daseinsvorsorgeleistungen. mehr


Rütliwiese 72dpiEin ganz normaler Staat inmitten Europas? – Überblick zu den politischen Strukturen der Schweizer Eidgenossenschaft – mit besonderem Fokus auf die kommunale Ebene. mehr


DSC02476 72dpiErstvorstellung des Sachbuches „Das kommunale Nagelstudio – die populärsten Irrtümer zu Stadtwerke & Co. – Bodo Ramelow und Weimars OB präsentieren eine pointierte und süffisante Auseinandersetzung mit Irrtümern, Klischees und Unterstellungen zur Kommunalwirtschaft. mehr


DSC02526Gebot der Stunde? – Das Ob, Warum, Wann und Wie von Rekommunalisierungen – Eine Gesprächsrunde zu Ob und Wie, Sinn und Unsinn von Rekommunalisierungen. mehr


Ermrich Michael Dr OSV 72dpiBewahren. Stärken. Begeistern. – Seit 20 Jahren fördert die Ostdeutsche Sparkassenstiftung Kunst und Kultur zwischen Kap Arkona und Fichtelberg. mehr


Ballerstein Dirk Abellio 72dpiBindeglied zwischen den Kommunen – Wettbewerb und Netze. Die Perspektive der privaten Bahnanbieter. Interview mit Dirk Ballerstein von Abellio. mehr


Otto Sven Joachim Dr 02 2011 72dpiStein des Anstoßes – Interview mit Dr. Sven-Joachim Otto, Partner bei PricewaterhouseCoopers in Düsseldorf, und Co-Autor von „Das kommunale Nagelstudio – die populärsten Irrtümer zu Stadtwerke & Co.“ mehr


bild 07 850x550 bi Giga 72dpiBreitbandversorgung – inzwischen (fast) so wichtig ist wie frisches Wasser – Ein Plädoyer für die Breitbandversorgung als Kernbestandteil daseinsvorsorglicher Leistungen. mehr


Gäde Butzlaff Vera GASAG 72dpiGASAG und PwC starten Jobführerschein für Flüchtlinge – Ein Beispiel, wie sich die private Wirtschaft bei der dringend erforderlichen Integration von Flüchtlingen beteiligen kann. mehr


Luxemburg 96dpiEuropäische Demografie-Szenarien – Ein Überblick zu den mittelfristigen demografischen Entwicklungen innerhalb der Europäischen Union. mehr


Vater und Sohn aus China 72dpiWie die KP Chinas bis in die entlegensten Winkel des Landes durchregiert – Verwaltung, Demografie, Geschichte und Politik in der Volksrepublik China. mehr


 

Rezensionen

Die Entscheidung. Kapitalismus vs. Klima

Klein Die Entscheidung 72dpi

Wer biografisch-politisch so geprägt ist wie Naomi Klein, für den ist es fast schon ein Muss, Bücher wie dieses zu schreiben: Die Autorin, weltweit bekannt seit dem im Jahr 2000 erschienenen „No logo“, das sich millionenfach verkaufte und die Globalisierung zum Thema hat, ist Jüdin. Ihre Eltern wanderten als Gegner des Vietnamkrieges 1967 aus den USA nach Kanada aus.
Naomi Klein wurde 1970 geboren. Sie lebt mit ihrem Ehemann, dem kanadischen Fernsehjournalisten und Dokumentarfilmer Avi Lewis, der ebenfalls aus einer linken, politisch engagierten jüdischen Familie kommt, in Toronto.
Ihr erstes Erfolgsbuch „No logo“ erhielt den Beinamen  „Manifest der Globalisierungsgegner“.  Gegen diese Etikettierung wehrte sich Klein und vermutlich wird sie es auch dem „San Francisco Chronicle“ übelnehmen, dass dieser ihr neues Werk zum „Manifest der Klimabewegung“ erhob, dass die Kraft habe, die dringend notwendigen Massen zu mobilisieren, um unseren Planeten zu retten.
Wer sich ein wenig mit Leben und Werk Naomi Kleins befasst hat, der weiß, dass sie zur blinden Eiferei nicht neigt. Sie ist auch geerdet genug um zu wissen, dass auch noch so gut recherchierte und brillant formulierte Publizistik für gewöhnlich nicht das Zeug hat, die Welt aus den Angeln zu heben.  Es sei denn die Umstände sind außergewöhnlich. Wir erinnern uns. 1848 erschien ein Manifest, das den Namen deshalb verdiente, weil es zu Recht als intellektueller wie pragmatischer Initiator von Umbrüchen und Revolutionen von welthistorischer Dimension fungierte. Ein anderes Traktat, die 95 Thesen, die Luther 1517 an das Hauptportal der Wittenberger Schlosskirche schlug, setzte ähnliche Kräfte frei. Wenn also, und dies sei die Lehre aus dem Kommunistischen Manifest wie aus der Lutherschen Reformationsbotschaft, die Widersprüche so eklatant sind, dass Veränderungen unumgänglich werden, dann kann das Wort auch zur greifbaren materiellen Gewalt werden.
Der Titel des neuen Buches von Naomi Klein scheint dort anzuknüpfen: „Kapitalismus vs. Klima“. Die Entscheidung. Einerseits eine aus dem Ruder geratene Wirtschaftsordnung, die für Maximalprofite sogar die Vernichtung unserer Lebensgrundlagen nicht nur billigend in Kauf nimmt, sondern diese Wirkung bewusst ins Werk setzt, andererseits der Klimawandel als moderne Version des „Sein oder Nichtsein“. Naomi Klein hat natürlich recht: die existentielle Bedrohung unserer Zivilisation ist nur abzuwenden, wenn wir uns von den Grundregeln der kapitalistischen Wirtschaftsordnung trennen. Ohne die Implementierung einer humanistischen Ökonomie ereilt uns die Klimakatastrophe. Das ist die Botschaft des Buches. Das Verdienst von Naomi Klein besteht auch hier, wie in ihren anderen Büchern darin, dass sie kenntnisreich zeigt und begründet, dass wir diese grundlegenden Veränderungen brauchen. Als Auslöser dafür wird das Buch indes nicht fungieren. Zu abstrakt, zu fern sind die Szenarien der Bedrohung. Dagegen ziehen die Menschen nicht massenhaft auf die Straßen. Deshalb wird auch der Pariser Klimagipfel, der an dem Tag begann, an dem diese Zeilen zu Papier gebracht wurden, wieder ausgehen wie das „Hornberger Schießen“.
Ohne Zweifel, Naomi Klein hat wieder ein gutes Buch geschrieben. Aber vergessen Sie die im Klappentext dokumentierten medialen Superlative. Was wir zu lesen bekommen, wissen wir längst, jedenfalls die Aufgeklärten unter uns. Aber nicht mal wir gehen auf die Straße, von einigen Aktivisten einmal abgesehen. Wir „Normalos“ sind stolz, dass wir das Weihnachtsfest 2015 mit energiesparenden LED-Leuchten illuminieren...

 

Rezensent:    Michael Schäfer

Bewertung:    ****

Naomi Klein: Die Entscheidung. Kapitalismus vs. Klima
S. Fischer Verlag Frankfurt am Main
1. Auflage 2015
ISBN 978-3-10-002231-8
www.fischerverlage.de

 

 

Risikomanagement, Organisation, Compliance für Unternehmen

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Unternehmensorganisation. Risikomanagement. Compliance-Management. Das sind drei verschiedene Begriffe, die in der Fachliteratur üblicherweise weitestgehend getrennt voneinander behandelt werden. Der erste Begriff legt die Verantwortlichkeiten und obligatorischen Abläufe in einem Unternehmen fest. Beim Risikomanagement geht es darum, ökonomische Risiken frühzeitig zu erkennen und ihnen gegenzusteuern. Compliance schließlich zielt auf die Verhinderung rechtlicher Risiken hin. Nun erscheint es auf den ersten Blick durchaus sinnvoll, diese Begriffe zu trennen; schließlich werden sie in der funktionalen Ausgestaltung in der unternehmerischen Realität von drei verschiedenen spezialisierten Abteilungen gemanagt. Betrachtet man die Funktionen aber aus der Vogelperspektive eines „Internen Kontrollsystems“, dann sind Organisation, Risikomanagement und Compliance nicht nur Teile desselben, sondern weisen auch untereinander zahlreiche Schnittstellen, Abhängigkeiten und Wechselwirkungen auf.
Diese Erkenntnis ist zugleich Ausgangspunkt und Fahrplan des kürzlich im de Gruyter Verlag erschienen Praxishandbuches „Risikomanagement, Organisation, Compliance für Unternehmer“. Und genau diese vernetzte Betrachtungsweise ist es auch, was das Werk von seiner Konkurrenz unterscheidet. Ein anderes Unterscheidungsmerkmal liegt in seinem Anspruch: Es ist durch und durch ein Praxishandbuch. Das bedeutet, dass hier keine theoretische wissenschaftliche Analyse um ihrer selbst willen stattfindet, sondern geschrieben wurde, um Unternehmen eine ganz konkrete Hilfestellung an die Hand zu geben. Der Fokus liegt übrigens nicht auf börsennotierten, sondern auf mittelständischen Unternehmen.
Praxishandbuch bedeutet aber auch: Es ist von Praktikern geschrieben. Konsequenterweise besteht das Autorenteam, das die Herausgeber Dr. Ines Zenke, Dr. Ralf Schäfer und Dr. Holger Brocke für das Projekt gewinnen konnten, durchweg aus erfahrenen Experten auf ihrem jeweiligen Gebiet. Und da sind wir auch schon bei der richtig großen Stärke des Buches: Das Thema wird nämlich nicht nur aus verschiedenen Perspektiven aus beleuchtet: rechtlich, wirtschaftlich und technisch; es werden auch spezielle Rechts-Bereiche herausgegriffen und ausführlich behandelt, die compliance-relevant sind: Arbeitsrecht, Datenschutzrecht, Energiekartellrecht, Energiewirtschaftsrecht, Strom- und Energiesteuer, Gesellschaftsrecht, Marktmissbrauchsrecht und Strafrecht. Sicherlich sind nicht für jedes Unternehmen alle diese Bereiche gleichermaßen von Bedeutung. Man muss den Herausgebern allerdings zugestehen, dass der Anspruch, alle wichtigen Rechtsbereiche zu behandeln, erfüllt worden ist.
Und dadurch ist ein über 600 Seiten starker Wälzer entstanden, der nicht nur in seiner Gesamtschau ein hervorragendes praxisnahes Handbuch für mittelständische Unternehmen abgibt, sondern durch seine übersichtliche Strukturierung als Nachschlagewerk durchaus zu gebrauchen ist. Dafür sorgen auch das gut durchdachte Stichwortverzeichnis und die Rechtsprechungsübersicht. Empfehlenswert!

 

Rezensent:    Michael Schäfer

Bewertung:    ****

Ines Zenke, Ralf Schäfer, Holger Brocke (Hrsg.): Risikomanagement, Organisation, Compliance für Unternehmen
Walter de Gruyter GmbH Berlin/Boston
1. Auflage 2015
ISBN 978-3-11-035463-8
www.degruyter.com

 

 

Preise und Preisgestaltung in der Energiewirtschaft

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Wenn man ein Buch über Preise schreibt, dann meint man es ernst. Denn man legt den Finger dahin, wo es weh tut: Schließlich ist wenig so sicher wie die konstanten Preissteigerungen für Energie, allen voran für Strom. Für den Verbraucher findet sich in der Regel schnell ein Schuldiger: der jeweilige Energieversorger. Aber ist das wirklich so einfach? Wie setzt sich der Preis für Energie eigentlich zusammen? Wie werden die Preise kalkuliert? Wie sehen die Erzeugungsstrukturen und der Großhandelsmarkt für Energie aus? Wie sind hier die Spielregeln?
Die Rechtsanwälte Dr. Ines Zenke, Stefan Wollschläger und Dr. Jost Eder meinen es ernst und haben ein Buch herausgegeben, das sich mit eben diesen Fragen fundiert auseinandersetzt: „Preise und Preisgestaltung in der Energiewirtschaft“ lautet der Titel. Die Autoren zeigen die Faktoren der Preisgestaltung entlang der Wertschöpfungskette unter Berücksichtigung der verschiedenen Regeln für Strom und Gas, Wasser und Wärme auf. Zusätzlich werden auch die Bedeutung der streng regulierten Netznutzungsentgelte und die Stromsteuer für die Preisbildung herausgearbeitet. Und natürlich wird auch der Einfluss der EEG-Umlage, die es ja als Preistreiber mittlerweile zu einer traurigen Berühmtheit gebracht hat, untersucht.
Damit beleuchtet das Buch, das im Fachbuchverlag de Gruyter erschienen ist, alle Facetten, die für die Preisbildung im Energiebereich ausschlaggebend sind. Schnell wird dem Leser klar, dass nicht immer der Energieversorger für eine Preissteigerung verantwortlich ist, sondern höhere Kosten in manchen Fällen auch einfach nur an den Kunden weiter gereicht werden: Denn der größte Teil des Strompreises ist entweder staatlich reguliert oder wird unmittelbar staatlich veranlasst, wie die Autoren schreiben.
Ist das Buch von Zenke, Wollschläger und Eder also einfach nur eine Rechtfertigung für hohe Energiekosten? Nein. Eine der zahlreichen positiven Eigenschaften des Werkes ist es, keine bestimmte Perspektive einzunehmen, sondern das Thema Preise ganz objektiv und nüchtern zu analysieren. Es geht hier um Fakten. Und damit ist das Buch nicht nur für Energieversorgungsunternehmen, Verbraucherverbände, Kartell-/Regulierungsbehörden, Gerichte und Rechtsanwälte eine spannende und aufschlussreiche Lektüre. Es bietet sich auch in der Tat für diejenigen Verbraucher an, die mal hinter die Kulissen der energiewirtschaftlichen Preisbildung schauen möchten. So kann man lernen, in welchen Fällen der Energieversorger hinter einer Preissteigerung steckt – und wann andere Umstände dafür verantwortlich sind. Und man erfährt, welche Rechte man hat, wenn man gegen eine vermeintlich ungerechtfertigte Preissteigerung vorgehen möchte. Das alles und noch viel mehr steckt in dem Zenke/Wollschläger/Eder: Von der Kalkulation bis zur Umsetzung von Preisen für Strom, Gas, Fernwärme, Wasser und CO₂ auf kompakten 300 kurzweiligen Seiten. So etwas leistet nicht jedes Buch.

 

Rezensent:    Michael Schäfer

Bewertung:    ****

Ines Zenke, Stefan Wollschläger, Jost Eder (Hrsg.): Preise und Preisgestaltung in der Energiewirtschaft
Walter de Gruyter GmbH Berlin/Boston
1. Auflage 2015
ISBN 978-3-11-035462-1
www.degruyter.com

 

 

Mythos Überforderung / Warum unsere Kinder Tyrannen werden

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Meine erste „Begegnung“ mit Michael Winterhoff datiert aus dem Jahr 2009. In diesem Jahr wurde unser erster Enkel geboren, und zeitlich passend zu diesem familiären Großereignis erschien in erster Auflage der Bestseller „Warum unsere Kinder Tyrannen werden“. Unsere eigenen Erfahrungen in der Kindererziehung liegen lange zurück. Unsere Tochter ist Jahrgang 1970, der Sohn wurde sechs Jahre später geboren. Naheliegend, dass wir uns für unsere neuen Aufgaben als Oma und Opa auch pädagogisch-psychologisch auf den neuesten Stand bringen wollten. Als Mentor schien Winterhoff doppelt geeignet. Er kann eine profunde wissenschaftliche Vita präsentieren, aber er ist kein akademischer Schreibtischtäter. Seit 1988 ist der Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Bonn mit einer Praxis in Bonn niedergelassen und hat sich zudem als Sozialpsychiater im Bereich der Jugendhilfe einen Namen gemacht. Zwanzig Jahre Praxis – mit diesem Pfund konnte Winterhoff wuchern: „Fälle“ in so großer Zahl und allen Facetten, dass belastbare Aussagen zu Trends möglich waren und zum zweiten auch gezeigt werden konnte, welche Effekte eintraten, wenn die vom Psychiater empfohlene Therapie mit Konsequenz umgesetzt wurde.
Ich setze voraus, dass die meisten Leser inzwischen die Winterhoffschen Kernaussagen zur Kenntnis genommen haben. Über das Buch wurde viel publiziert, der Autor war Gast in zahllosen Gesprächsrunden, wo er sich immer wieder auch mit den sattsam bekannten Gutmenschen herumschlagen musste, die ihn ob seiner Thesen als Ignoranten, ja Zerstörer  der kindlichen Psyche diffamierten. Ja und nochmals ja zur Kernaussage von Winterhoff, dass Kinder mitnichten kleine Erwachsene sind, mit denen wir am besten schon im Mutterleib auf „Augenhöhe“ kommunizieren müssten. Wer das akzeptiert, versagt den Kleinen gerade nicht den gebotenen Respekt, sondern bewirkt das genaue Gegenteil. Er fördert diese Persönlichkeiten, indem er die Besonderheiten der jeweiligen Entwicklungsstufen beachtet, Strukturen nicht nur definiert, sondern verbindlich vorgibt, und klarstellt, dass im Zweifelsfall der Erwachsene das letzte Wort hat. Das sind goldene Regeln der Pädagogik (heute würde man sie „Basics“ nenne), die über die gesamte Menschheitsgeschichte ihre Richtigkeit bewiesen haben. Dass diese Grundwahrheiten seit einiger Zeit mit pseudowissenschaftlichen „Begründungen“ als „von gestern“ diffamiert werden, hat dramatische Folgen: selbst Abiturienten sind oft nicht in der Lage, den Anforderungen normaler Lehrberufe zu genügen, von akademischen Hürden ganz zu schweigen. Ganze Heerschaaren von Spezialanwälten klagen intellektuell dürftige und moralisch-ethisch deformierte Sprösslinge in die Gymnasien und unsereiner hält sich fit, weil er seine Rente wohl selber verdienen muss.

Winterhoff Warum unsere Kinder 72dpi

Diese empirisch bestens belegten Befunde werden ignoriert. Lehrer und Erzieher resignieren und exekutieren den Schwachsinn, den pädagogische Scharlatane inzwischen sogar in Stein gemeißelt haben, etwa derart, dass Kinder nicht mehr nach den Regeln von Orthografie und Grammatik schreiben müssen, sondern so wie es ihnen am angenehmsten ist.
Diese Aussagen trifft Winterhoff neuerlich in dem gerade erschienenen Buch „Mythos Überforderung“. Das ist ein Phänomen in der Erwachsenenwelt. Was prädestiniert den Fachmann für Kinder und Jugendliche zu solchen Exkursen? Das ist zweierlei: erstens trifft er die gestressten „Outburner“ in seiner Praxis. Es sind die Eltern seiner „Fälle“ und schon in “Warum unsere Kinder Tyrannen werden“ schrieb Winterhoff, dass es in den meisten Fällen nötig war, die Eltern zu therapieren. Und zweitens führt seine Befassung mit den Erzeugern seiner Praxispatienten zu der ebenso einleuchtenden wie zutreffenden Folgerung, dass die „Überforderung“ eben nicht real ist, sondern die Folge davon, dass den Erwachsenen massenhaft die Fähigkeit abhandengekommen ist, auch für sich selbst Strukturen zu schaffen und sich in ihnen zu bewegen. Das ist bei jungen Eltern schon das Ergebnis der von Winterhoff gezeigten falschen Erziehung, es ist aber die konsequente Umsetzung des Prinzips, wonach jeder macht, wozu er lustig ist. Wer das seinen Kindern zubilligt, der gönnt sich davon natürlich auch selbst den großen Schluck aus der Pulle. Ich finde es ebenso originell wie mutig, aber auch wissenschaftlich überzeugend, wie Winterhoff aus der Kinder-Eltern-Kinder-Interaktion ableitet, dass die Überforderung in den meisten Fällen nur eine gefühlte, eine eingebildete, also in der Tat ein Mythos ist.
Winterhoff beschreibt in seinem Buch neben dieser Analyse die Realitäten, in denen uns dieses Phänomen begegnet: die kollektive Verantwortungslosigkeit, das dramatische Wegbrechen von Strukturen auch in Arbeitsprozessen mit zunehmender Ineffizienz und Frustration. Besonders wichtig finde ich seinen Gedanken, dass ein wesentlicher Aspekt der zunehmendem Destrukturierung darin bestehe, dass viele Prozesse in der Wirtschaft, Politik und Verwaltung in Gang gesetzt würden, ohne  das zu erreichende Ziel exakt zu definieren. Uns fällt Eduard Bernstein ein mit seinem Motto, „Bewegung ist alles, das Ziel ist nichts“, und natürlich eine Unzahl von Beispielen jenes chaotischen Aktionismus, der zunehmend unser Leben prägt. Stichwort Flüchtlinge. Dort werden gerade jene fatalen „Prinzipien“ angewendet: keiner weiß, wer eigentlich im Lande ist, aber unsere Spitzenpolitiker erklären uns, dass wir dieses undefinierte Potenzial als Chance begreifen müssen…
Wenn wir nach diesem Muster weitermachen, auch hier bin ich mit Winterhoff in voller Übereinstimmung, wird es ein böses Erwachen geben. Denn ab einem bestimmten Punkt ist Umkehr unmöglich. Ob beim Klimawandel, bei den Flüchtlingsströmen oder beim Zerfall unserer Infrastruktur. Das ist die gesellschaftspolitische Dimension, in der wir die psychiatrischen Analysen von Michael Winterhoff zur Kenntnis nehmen müssen. Zwei wichtige, zwei aufrüttelnde, zwei auch fesselnd geschriebene Bücher!

 

 

Rezensent:    Michael Schäfer

Bewertung:    *****

Michael Winterhoff: Mythos Überforderung
Gütersloher Verlagshaus
1.    Auflage 2015
ISBN 978-3-579-06620-2
www.gtvh.de

Michael Winterhoff: Warum unsere Kinder Tyrannen werden
Gütersloher Verlagshaus
27. Auflage 2009
ISBN 978-3-579-06980-7
www.gtvh.de

 

 

Aufbau Literaturkalender 2016

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Lassen Sie sich dies mal auf der Zunge zergehen: Der Aufbau Literaturkalender 2016 trägt die Jahrgangsnummer 49. Er ist damit der „Dienstälteste“ im Land. Damit könnte ich schließen, denn wer so lange und vor allem so erfolgreich auf der Welt ist, der hat etwas, was andere nicht haben.
Und wenn Sie diesen ewig jungen Fast-Fünfzigjährigen noch nicht in der Nähe Ihres Bücherschrankes an der Wand platziert haben, dann ist es dafür auch Anfang Januar nicht zu spät. 52 Wochen, 52 Kalenderblätter: Altbekannte wie Hildegard von Bingen, Franz Grillparzer oder Thomas Bernhard mit ihren unbekannten Seiten. Neue Namen, jedenfalls für den leidenschaftlichen Fan des Aufbau-Kalenders, der diese Zeilen schreibt: Siri Hustvedt (auf dem Titel), Axel Hacke oder Terézia Mora mit Kostproben und Anmerkungen, die mich neugierig machen.
Das war’s zur Ausgabe 2016. Wenn Sie jetzt nicht auf der Aufbauseite bestellen (noch besser natürlich, Sie machen’s bei Ihrem Kiezbuchhändler an der nächsten Ecke), kann weder ich Ihnen helfen, noch der Chefarzt. In einem Jahr schreibe ich ein paar Zeilen mehr. Zum „Fünfzigsten“.

 

Aufbau Literaturkalender 2016
49. Jahrgang
ISBN 978-3-351-03583-9
www.aufbau-verlag.de

 

 

Es tut mir leid: Ich bin wieder ganz Deiner Meinung

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Wolf Jobst Siedler wurde 1926 in Berlin geboren. Zu seinen Vorfahren gehören u.a. der Bildhauer Johann Gottfried Schadow und der Musiker Carl Friedrich Zelter. Sein Onkel ist der bekannte Architekt Eduard Jobst Siedler. Seine Eltern waren mit Otto Hahn befreundet.
Nach seinem Studium der Soziologie, Philosophie und Geschichte an der Freien Universität Berlin arbeitete er fast zehn Jahre als Journalist, vor allem für den Berliner Tagesspiegel, die Neue Zeitung und Der Monat. Einen Höhepunkt dieser Laufbahn erlebte er mit der Berufung zum Chefredakteur des Feuilletons beim Tagesspiegel.
Gemeinsam mit dem Filmproduzenten Jochen Severin gründete Siedler 1980 den Verlag Severin & Siedler, der sich auf politische und historische Literatur konzentrierte. Genau zu dieser Zeit lernte er den ostdeutschen Historiker Ernst Engelberg kennen. Dieser wurde 1909 in einem sozialdemokratisch geprägten Elternhaus geboren. Diese Familienprägungen und das Erlebnis einer Kindheit und Jugend, überschattet von Erstem Weltkrieg, Nachkriegswirren und Inflation, führten Engelberg zum Kommunistischen Jugendverband (1928) und in die KPD (1930). Nach dem Studium der Geschichte, Nationalökonomie, Philosophie und Rechtswissenschaften zwischen 1927 und 1934 in Freiburg im Breisgau, München und Berlin, unter anderem bei Gustav Mayer, erfolgte die Promotion bei Hermann Oncken und Fritz Hartung. Thema der Dissertation war „Die deutsche Sozialdemokratie und die Bismarcksche Sozialpolitik“. Als er jedoch die Dissertation einreichte, war Mayer schon ins Exil gezwungen worden. Es war eine von sehr wenigen marxistischen Dissertationen im „Dritten Reich“.
Wenige Tage nach der Verteidigung, im Februar 1934, wurde Engelberg wegen Vorbereitung zum Hochverrat vom NS-Regime verhaftet und zu 18 Monaten Zuchthaus verurteilt. Nach Verbüßung der Strafe flüchtete er in die Schweiz, wo er als Stipendiat am Genfer Hochschulinstitut für internationale Studien und Mitglied am Institut für Sozialforschung u.a. mit Hans Mayer, Hans Kelsen und Max Horkheimer zusammenkam und arbeitete. Dort arbeitete er auch für die Bewegung Freies Deutschland. Obwohl er die Einweisung ins Arbeitslager schon erhalten hatte, konnte er durch Vermittlung von Horkheimer 1940 nach Istanbul emigrieren und dort als akademischer Deutschlehrer (Lektor für Deutsche Sprache) wirken. 1948 siedelte er in die Sowjetische Besatzungszone über und trat im gleichen Jahr in die SED ein.
1949 wurde er Professor für die Geschichte der Deutschen Arbeiterbewegung an der Universität Leipzig, wo er unter anderem zusammen mit Hans Mayer, Ernst Bloch, Werner Krauß, Wieland Herzfelde, Hermann Budzislawski und Walter Markov wirkte...
Die Deutsche Akademie der Wissenschaften der DDR berief Engelberg 1960 als Direktor an das Akademie-Institut für deutsche Geschichte. Einer breiten Öffentlichkeit wurde Engelberg durch seine aufsehenerregende zweibändige Bismarck-Biographie bekannt, die gleichzeitig in Ost (Akademie-Verlag) und West (Siedler) erschien.  

Nach der Umwandlung der SED wurde er 1990 Mitglied der PDS, gehörte seit 1990 dem Ältestenrat sowie und dem Marxistischen Forums der Partei an. Er starb 2010 im 102. Lebensjahr in Berlin.

Hier der bürgerliche Intellektuelle, da der marxistische Gelehrte. Was beide verband und zu einer ungewöhnlichen Ost-West-Freundschaft führte, war wohl in erster Linie eine Übereinstimmung im Prinzipiellen. Abstrahiert man von der Pervertierung der sozialistischen Idee, so ist dieser intellektuelle Gleichklang durchaus plausibel und auch nicht ungewöhnlich. Man denke nur an die vielen bürgerlichen Intellektuellen, stellvertretend nennen wir Thomas Mann oder Lion Feuchtwanger, die nach dem Zusammenbruch des Nazireiches in tiefer Überzeugung zunächst in der DDR ihre Heimat sahen.
Was die Freundschaft von Ernst Engelberg und Jobst Siedler über den reinen Austausch hinaus so produktiv machte, ist ein verlegerischer deutsch-deutscher Sonderfall: die weltweit gerühmte, ja legendäre Bismarck-Biografie aus der Feder von Ernst Engelberg wurde nämlich 1985 parallel in beiden deutschen Staaten veröffentlicht. Dass dies im Westen unpopulärer war als im Osten, wo Preußen gerade hoffähig wurde, kann nur auf den ersten Blick verwundern. Noch heute hält sich das Vorurteil, dass die DDR-Geisteswissenschaft eine intellektuell zu vernachlässigende SED-Apologetik war. Da passte eine Biografie eines DDR-Historikers mit eben jenem Parteibuch und dann auch noch über Bismarck einfach nicht in die Landschaft.
Glücklicherweise haben Geistesmenschen mit den Geburtsdaten von Engelberg und Siedler ihre Freundschaften auch dadurch gepflegt, dass sie sich substantielle Briefe schrieben. Und ebenso glücklicherweise hat sich dieser Anspruch vererbt. Achim Engelberg, der 1965 geborene Sohn des marxistischen Historikers hat sich ebenfalls dieser Wissenschaft verschrieben. Ihm verdanken wir die Neuherausgabe der Bismarck-Biografie im Jahr 2014, und nun auch den gedruckten Briefwechsel von Wolf Jobst Siedler. Ein beeindruckendes Zeitdokument.

 

Rezensent:    Michael Schäfer

Bewertung:    *****                                

Dr. Achim Engelberg: Es tut mir leid: Ich bin wieder ganz Deiner Meinung. Wolf Jobst Siedler und Ernst Engelberg: Eine unwahrscheinliche Freundschaft
Siedler Verlag München
1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-8275-0049-6
www.siedler-verlag.de

 

 

Der Rote. Macht und Ohnmacht des Regierens

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Landolf Scherzer. Ein Begleiter. 1986 folgte er vier Wochen lang dem 1. Sekretärs der SED-Kreisleitung im Thüringischen Bad Salzungen, Hans-Dieter Fritschler. Erstmals in der DDR durfte ein Schriftsteller den Parteiapparat von innen besichtigen und seine Eindrücke zu Papier bringen. Sechs Jahre wartete Scherzer darauf, dass ihm die DDR-Oberen dieses Projekt genehmigten. Dass Buch erschien 1988 unter dem Titel „Der Erste“.
Nach der Wende hieß die Nummer Eins im Kreis Landrat. Den zweiten davon im Landkreis Bad Salzungen durfte Scherzer 14 Tage lang begleiten. Diesmal war die Hürde der Amtsträger selbst: Stefan Baldus war ein Ex-Bundeswehrmajor aus dem Westen, beäugte den Schriftsteller argwöhnisch als „Rote Socke“ und gewährte Einblicke eher zögerlich und in homöopathischen Dosierungen. Aber auch das reichte für die Reportage, die 1997 bei „Aufbau“ als „Der Zweite“ erschien.
In diesem Verlag kam im Jahr 2000 auch „Der Letzte“ heraus. Landolf Scherzer war der letzte Journalist, der sich im Januar 1999 vor der Landtagswahl am 12. September im Thüringer Parlament akkreditieren ließ. Seine Impressionen aus dem parlamentarischen Alltag waren quasi der Vorläufer zu den Studien, die Roger Willemsen im Jahr 2014 unter dem Titel „Das hohe Haus“ über seine einjährige Beobachtermission im Deutschen Bundestag veröffentlichte.
Und nun „Der Rote“: Am 5. Dezember 2014 wurde Bodo Ramelow vom Thüringer Landtag zum ersten linken Ministerpräsidenten eines deutschen Bundeslandes gewählt. Und wieder begibt sich Landolf Scherzer auf Begleitmission. In den ersten 100 Tagen im Amt gewährt ihm Ramelow Einblicke in seinen „Alltag“. Was Scherzer auf dieser Zeitreise erlebt und folgend notiert hat, erscheint im Herbst 2015. Das Buch ist mit „Der Rote. Macht und Ohnmacht des Regierens“ überschrieben, und dokumentiert überraschend viel an Normalität. Das misst der unvoreingenommene Leser mit zweierlei Maß. Die erste Elle orientiert sich an den Szenarien vom Untergang des Abendlandes, die im unmittelbaren Umfeld der Ministerpräsidentenwahl skizziert wurden. Die zweite Perspektive ist die ganz profane Erwartungshaltung. Was der Chef einer deutschen Landesregierung tagein-tagaus so „treibt“, davon haben wir als „Otto-Normalverbraucher“ natürlich keine Ahnung. Wie regiert man eigentlich ein deutsches Bundesland? Vermutlich wären unsere Antworten diffus und weit entfernt, von dem, was tatsächlich passiert.
Dass das Abendland nicht untergegangen ist, und dies auch fürderhin nicht passiert, haben wir als Politikinteressierte auch ohne Landolf Scherzers Buch zur Kenntnis genommen. Aber um dieses Fazit ging es dem Publizisten vermutlich auch nicht. Seine Methode ist die Beobachtung aus der Nähe. Der erste Kreissekretär in der DDR hat ihm dies ermöglicht. Der zweite Landrat aus dem Westen eher nicht, und der linke Ministerpräsident? Der hat das Fenster erstaunlich weit aufgemacht. Das ist natürlich nicht ohne Risiko, aber Bodo Ramelow konnte das kalkulieren. Er ist nämlich authentisch, und weil er das ist, muss er sich nicht ängstigen, dass ihm im Rahmen kalkulierter Selbstinszenierung die Seiten des Drehbuches durcheinander kommen oder er einen auswendig gelernten Text vergisst.
Von dieser Authentizität Ramelows lebt Scherzers Buch. Und weil der Publizist das, was er in den ersten 100 Tagen Ramelowschen Regierens erlebt hat, erfreulich unprätentiös und ohne eine Spur von Narzissmus zu Papier gebracht hat, konnte er diese eigentlich unfassbare Normalität auch genauso dokumentieren. Wir erleben einen Politiker, der sich zu keinem Zeitpunkt inszeniert. Er erzielt seine bemerkenswerte Wirkung vor allem dadurch, dass er Bescheid weiß. Das macht ihn sicher. Deshalb kann er es sich leisten, Vorgaben zum Beispiel in Gestalt von Redemanuskripten zu ignorieren. Das macht ihn im besten Sinne dialogfähig, und weil er klug ist, erleben wir etwas, was man intellektuelle Eigendynamik nennen könnte. Natürlich kommt auch ein Ministerpräsident Bodo Ramelow im ganz harten Protokollgeschehen nicht um staatstragende Versatzstücke nicht herum. Ein Bundesverdienstkreuz kann man nicht in „Hoppla-hier-bin-ich-Manier“ überreichen. Aber auch solche Anlässe geraten bei Ramelow zu Unikaten. Wenn sich zu Geist rhetorische Meisterschaft gesellt, ergibt sich eine rare Mixtur.
Nein, lesen Sie diese Zeilen um Himmels willen nicht so, dass Randolf Scherzer ein Ramelow-Bejubelungsbuch in Hofschranzenmanier geschrieben hätte. Er hat „nur“ aufmerksam beobachtet. In seiner Reportage sind viele Momentaufnahmen vereinigt. Die Montage ergibt ein Bild, ja ein Porträt von Bodo Ramelow, das man im besten und umfassendsten Wortsinne realistisch nennen kann. So ist es, wenn man als Ministerpräsident ein deutsches Land regiert: da kann man gestalten, und da wird man regelmäßig auch damit konfrontiert, dass wenig oder gar nichts geht. Wer das Buch aufmerksam liest, der versteht, dass diese Momente von Ohnmacht weitestgehend parteibuchfrei sind. Das ist eine wichtige Lektion vor allem für jene, die seit einem Vierteljahrhundert immer dann Katastrophen voraussagen, wenn Linke tolerieren (das war der Beginn in Sachsen-Anhalt) oder mitregieren.
Dass mit Bodo Ramelow nun erstmals ein Linker an der Spitze einer Landesregierung steht, belegt doch auch das Funktionieren unseres demokratischen Gemeinwesens. Dass dem so ist, dokumentiert Scherzers Buch. Deshalb ist es wichtig und deshalb wünsche ich ihm eine große Lesergemeinde.

 

 

Rezensent:    Michael Schäfer

Bewertung:    *****
Landolf Scherzer: Der Rote. Macht und Ohnmacht des Regierens
Aufbau Verlag Berlin
1.    Auflage 2015
ISBN 978-3-351-03621-8
www.aufbau-verlag.de

 

 

Termine und Ankündigungen

11.06. bis 13.06.2018 VDV-Jahrestagung 2018 Potsdam


11.06. bis 15.06.2018 ACHEMA mit Themen zur Wasseraufbereitung Frankfurt am Main


11.09. bis 12.09.2018 13. Deutscher Energiekongress München


18.09. bis 19.09.2018 VKU-Stadtwerkekongress 2018 Köln


24.09. bis 25.09.2018 BDEW: 17. Wasserwirtschaftliche Jahrestagung Berlin


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